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  Der Bergbau

Der Bergbau in Hagen und Umgebung wurde über Jahrhunderte hinweg mit verschiedensten Techniken betrieben.

Bereits im 15. Jahrhundert lassen sich erste Mutungen nach Eisenerz auf den Höhenzügen um Wildewiese vermuten. Damals wurden die Vorkommen wie allgemein üblich über Tage abgebaut.

Auf Karren wurde das gewonnene Erz zu den in der Nähe liegenden Waldschmieden transportiert.
Der Erzabbau im Untertagebau setzte verstärkt im 17. Jahrhundert ein. Nachdem die Erzvorkommen über Tage zum großen Teil abgetragen worden waren, zogen die Bergleute in die Täler um durch Stollen am Fuß der Berge die Erze unter Tage abzubauen. Diese Stollen waren zugleich auch Wasserlösungsstollen.

Im Zuge des Erzabbaues entstanden in Hagen zwei kleine Handhüttenbetriebe, in denen die gewonnenen Erze vor Ort verhüttet wurden. Eine dieser Hütten soll im Oberdorf, eine weitere 'In der Sorpe', etwa an der Stelle, wo heute die Straße 'Zum Stein' hochfährt, gelegen haben.

Die Hochphase des Erzabbaues lag, der Anzahl der gemuteten Zechen nach zu urteilen, in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts.

In der Zeit von 1827 bis etwa 1860 wurden die Erze aus den Hagener Gruben in der Julianenhütte in Amecke verhüttet. Nach der Schliessung der Julianenhütte wurden die Erze vermutlich zur Luisenhütte nach Wocklum transportiert.
 

30 Gruben in Hagen und Wildewiese

Adolf, bei Hagen,
Spatheisengrube, 1830 - 1841 Kolk, auf demRöhrsiepen bei Wildewiese,
Kupfererzgrube, 1669, 1821, 1854

Allendorf II, zwischen Allendorf, Stockum und Hagen, Manganerzvorkommen, Fläche
2.189.000 m², 1907 Krone, Krusenberg bei Hagen
Eisensteinvorkommen, 1849 - 1852

Alsenberg, im Alsenberg,
Eisensteingrube 1790, 1842 - 1864
Liborius, am Beuckenberg,
Braun- und Thoneisenstein, 1853

Aurora Hagen,
Bleigrube, Fläche
2.187.940 m², 1873 Löwenstein, bei Wildewiese
Eisensteinzeche, 1827

Backenberg
Eisensteingrube, 1789 Lux, bei Hagen
Eisensteingrube, 1826 - 1827

Carolus, zwischen Lenscheid u. Wildewiese / Schlieper Bruch, Roth-Eisensteinzeche
1824 - 1831, 1852 Maria Anna, zwischen Hagen u. Stockum,
Kupfererzgrube, Fläche
2.187.780 m², 1873

Dreykönig bei Hagen
Brauneisensteingrube, 1824 Maria, am Alsenberg
Braun- und Thoneisenstein, 1853

Eberhardt, bei Wildewiese
Eisensteinzeche, 1824 Michelszeche, Schleifenbruch bei Wildew.,
Eisensteingrube, 1798

Felix, am Höhesiepen bei Wildewiese,
Eisenlagerstätte, 1844 Quickmerschlade zwi. Hagen und Allendorf
Eisensteingrube, 1787

Franz Wilhelm, zwischen Hagen, Wildew. u. Lenhausen, Kupfererz u. Schwefelkies, Fläche 2.186.800 m², 1873 Schlodschlade, bei Wildewiese
Eisensteinzeche, 1824

Glück Auf, bei Hagen
Spatheisengrube, 1828 - 1831, 1845 - 1847 Stahlberg, früher Heimicke genannt, in der Heimicke bei Hagen,
Kalkeisensteingrube, 1824 -1827

Heinrich I, zwischen Hagen u. Wildewiese,
Bleierz- und Schwefelkiesvorkommen, Fläche 2.187.660 m², 1873
Viktor, bei Hagen
Eisensteinzeche, 1827 - 1828

Juliane am Schwarzenberg,
Kalkeisensteingrube, 1827 - 1849 Waldeshöhe I, zwi. Hagen u. Stockum,
Manganerze, Fläche
2.189.000 m², 1872

Justenberg, früher Bergmannsfreude gnt., am Justenberg, Kupfererzgrube, Fläche
2.187.870 m², 1860 -1903 Waldeshöhe II, zwischen Hagen u. Stockum
Brauneisensteinvorkommen, Fläche
2.186.000 m², 1872

Kleine Gräften, zwischen Justenberg und Rühtersberg,
Eisensteingrube, 1761

Weckmecke, bei Wildewiese
Eisenerz, 1824 - 1846, 1852

Daten zu den Gruben in Hagen

15. Jh.
Mutungen nach Eisenerz auf den Höhenzügen um Widewiese.
Abbau der Erze im Übertage- Abbau.
In kleinen Waldschmieden wurden die gewonnen Metalle weiterverarbeitet

17. Jh.
Erste Stollen werden in den Tälern angelegt.
Der Untertage-Abbau beginnt.
In Hagen gab es zwei Handhüttenbetriebe, in denen die abgebauten Erze verhüttet wurden

19. Jh.
In der ersten Hälfte des 19 Jahrhunderts ist die Haupt- phase des Erzabbaus.
Etwa 30 Gruben lassen sich für die Zeit von 1824 bis 1873 in und um Hagen nachweisen. Die Mengen des abgebauten Materials war nun so groß, daß es nicht mehr vor Ort verhüttet werden konnte. Daher wurden die Erze zur Julianenhütte nach Amecke bzw. zur Luisenhütte nach Wocklum transportiert.

20. Jh.
In den Jahren 1902 und 1903 wurden erneute Aktivitäten um einen Erzabbau in der Grube Justenberg gestartet.
Mit Ende des Jahres 1903 wurden der Betrieb jedoch eingestellt, da ein weiterer Abbau unwirtschaftlich war.

 

 

 

     
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